K6 - Vanessa Henn: Roller Coaster

Assoziativ erinnert die Arbeit mit einem 'Handlauf' von Vanessa Henn an eine 'Achterbahn', die sich in aktuellen Freizeitparks großer Beliebtheit erfreut. Die Künstlerin schreibt hierzu: "Roller Coaster lädt den Besucher der Gartenschau ein entlang zu spüren an der bunten Bahn, sich dazu verführen zu lassen, mit der Hand 'Achterbahn' zu fahren und der ein oder anderen Kindheitserinnerung nachzuhängen. Zugleich wirft die Arbeit aber auch Fragen auf zu unserer heutigen Zeit, in der das Freizeitvergnügen, die Spaßgesellschaft und der 'fun' eine immer größere Rolle zu spielen scheint."


K9 u. K13 - Prof. Andreas Mayer-Brennenstuhl: Zeitpunkt

Der Künstler nimmt Bezug auf die beiden Bombenfunde und platziert seine Arbeit 'Zeitpunkt' an den Stellen, an denen die Bomben tatsächlich auf dem Gelände der Landesgartenschau gefunden wurden. Aus dem Inneren der roten Punkte ist ein tickendes Geräusch zu hören. An einer Stelle am Wegrand, von dem aus die Punkte zu sehen sind, ist eine Informations-Tafel platziert, die das Gelände mit den eingezeichneten Fundorten zeigt, sowie Fotos des Entschärfungsvorgangs. Die Arbeit greift den Tatbestand auf, dass die ortsansässige Uhren-Industrie kriegsbedingt Zeitzünder für Bomben produzierte und versteht sich daher auch als ein Beitrag zur Erinnerung an die Schwenninger Heimatgeschichte.


K7 u. K10 - Annette Merkenthaler: gleichzeitig - ungleichzeitig

Die Künstlerin thematisiert das Wachsen, Blühen und Vergehen im Naturkreislauf. Sie schlägt in Kooperation mit den vorgesehenen Bepflanzungen auf dem Gelände kleine 'Felder' vor, in denen das Miteinander von 'Natur', 'Objekte ihrer Nachahmung (Plastikblumen)' und 'fotografische Abbildungen von Blumen' präsentiert werden. Ihre Eingriffe in die Landschaft mit den drei unterschiedlichen Spektren 'natürlich, künstlich, fotografisch' irritiert und hinterfragt das Wahrnehmen von Natureindrücken.


K11 - Tino Panse: Neues aus Tula

Tino Panse nimmt in seinem Projektvorschlag Bezug auf die russische Partnerstadt Tula. Über den Deutschen Wetterdienst werden telekommunikativ die aktuellen Klimadaten, die in Tula aufgezeichnet werden, an verschiedene Klimageräte, die in der Telefonzelle installiert sind, weitergeleitet. So wird in der Telefonzelle ein Mikroklima aufgebaut, das dem aktuellen Klima in Tula entspricht.


Thomas Putze: Gärtnerkunst statt Gartenkunst

An fünf verschiedenen Terminen zwischen dem 12. Mai und dem 10. Oktober 2010 wird der Performance-Künstler Thomas Putze unterschiedliche Aktionen vor Publikum auf dem Gelände realisieren. Diese werden jeweils rechtzeitig durch die Pressestelle regional und überregional angekündigt.


K15 - Rudolf Reiber: Carambolage Boot

In ein kleines Holz-Ruderboot wird statt der Sitzbänke eine Billard-Platte eingebaut. Diese ist aufgebaut wie ein Carambolage-Tisch. Carambolage ist der Überbegriff einer Billard-Variante, die mit drei Kugeln gespielt wird. Bedeckt wird die Fläche und die Kanten des Tisches mit einem speziellen wetterfesten Billardtuch. Auf dem Tisch sind drei originale Carambolage-Kugeln gelegt, die sich je nach Wetter und Strömung auf dem Tisch bewegen.


K3 - Stefan Rohrer: Flower Power

Aus einem alten VW-Käfer schleudern Sitze und das Lenkrad durch das offene Dach des Autos. Es entstehen Assoziationen, die an Blüten und Pflanzen erinnern. Der Künstler schreibt hierzu: "Die Menschen, die sich dem Objekt nähern, können an Blumen und Käfer auf der Wiese oder an die bunt angemalten Autos der Hippiezeit denken. Vielleicht sehen sie auch Schleudersitze oder eine Explosion. Sie können sich Gedanken zu dem Thema Mensch und Natur machen".


K14 - Alf Setzer: Endliche Säule - eine Grabstele

Augenzwinkernd nimmt der Künstler die industriell geformten Grabsteine zum Ausgangspunkt seiner Skulptur. Übereinander gestapelt wird die Skulpturen-Stele zum Mahnmal und kommuniziert als zeitgenössisches 'Memento mori' die Präsentationsformen heutiger Erinnerungskultur. Als Standort hat der Künstler ein kleines Rasenstück gegenüber der Fläche der Friedhofsgärtner und Steinmetz-Ausstellung festgesetzt. Nur im Dialog mit den 'Kollegen', so der Künstler, ist sein Projektvorschlag in Ganze verwirklicht.


K2 u. K12 - Bertram Weisshaar: bulb the strolling

Der Künstler greift die vom Kunstverein Villingen-Schwenningen angeregte Aktion 'Passagen und Wegmarken' auf. In sechs white cubes wird durch eine 'Camera obscura' die jeweilige Situation als projiziertes Bild in Echtzeit aufgezeigt. Die 'Camera obscura' soll auch im Ringzug installiert werden. Der Künstler plant, die sechs white cubes in Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus Villingen-Schwenningen zu erstellen. Der Künstler ist auch als 'Spaziergangsforscher' international bekannt und wird in verschiedenen Workshops seine künstlerische Position kommunizieren. Ein Spaziergang entlang der sechs white cubes ist nur eine von verschiedenen Möglichkeiten, aktuelles Kunstschaffen entspannt und bei einer gemütlichen Wanderung zu erleben.





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